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So kleiden Sie Ihr Kind für den Kindergarten

In der Kita wird Ihr Kind mit anderen kleinen Menschen herumtollen, Mahlzeiten zu sich nehmen und auf Spielgeräte klettern. Die passende Kleidung macht all dies mit und sorgt für Wohlbefinden bei Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter. Je nach Ihren persönlichen Stilprioritäten gilt es bei der Wahl der Kita-Kleidung einen mehr oder weniger anspruchsvollen Kompromiss zwischen Robustheit und hübscher Optik zu finden. Das Modebewusstsein ist zwar bei Drei- oder Vierjährigen kaum ausgeprägt, trotzdem kann es an manchen Tagen vorkommen, dass Ihr Kind genau die Hose verweigert, die Sie für ideal halten.

 

Gut vorbereitet für den Kindergarten

 

Der Beginn der Kindergartenzeit Ihres Sprösslings ist zumeist auch eine Zeit der zusätzlichen Anschaffungen. Ob Sie dabei Neuware kaufen oder auf gebrauchte Kleidung und Accessoires zurückgreifen, bleibt Ihnen überlassen. Der Kernpunkt, der Besorgungen und Überlegungen nötig macht, ist die Betreuung in einem anderen Gebäude als Ihrem Zuhause.

Unabhängig davon, wie viele Stunden Ihr Kind im Kindergarten verbringen soll, braucht es dort Vieles noch einmal, was zuhause bereits vorhanden ist. Das beginnt bei Hausschuhen oder gummierten Socken und endet bei der Matschhose. Da Drei- bis Sechsjährige noch immer schnell wachsen, sind regelmäßige Kontrollen des Garderobeninhaltes angebracht, damit nicht die Erzieherin am ersten kühlen Tag einer Saison nur auf die zu kleine Schneehose aus der letzten Saison trifft oder sich ähnliche Szenarien ergeben.

Bekleckern oder Einpullern können auch im Kindergarten vorkommen. Ausreichende Wechselkleidung muss deshalb immer im Schrank oder in der Schublade des Kindes vorhanden sein. Dies betrifft die Unterwäsche: Schlüpfer, Hemdchen und Strumpfhose, aber auch die Oberbekleidung: Hose, Pullover, Kleid oder T-Shirt.

Für die nass gewordene Kleidung sollte ein Kulturbeutel, gummierter Turnbeutel oder Stoffbeutel bereithängen. Sollte dies einmal vergessen werden, geben die Kita-Angestellten in den meisten Einrichtungen auch mal einen Plastebeutel mit den feuchten Kleidungsstücken mit nach Hause. Zudem verfügen die meisten Häuser über einen Grundstock von Ersatzkleidung, die die Eltern nach einigen Tagen gewaschen wieder mitbringen müssen.

 

Konzept der Kita entscheidet mit

 

Bei der Wahl der Kleidung für den Kindergarten wird auch die Art der Einrichtung bzw. das Konzept des Trägervereins eine bedeutende Rolle spielen. Eine Besonderheit sind diesbezüglich sicher die Waldkindergärten. Da die Kinder dort viele Stunden in der Natur verbringen – und zwar nicht nur bei warmem sonnigem Wetter – benötigen sie robustere und möglichst wasserfeste Kleidung und Schuhe.

Die entsprechende Outdoorhose unterscheidet sich in Sachen Material von der üblichen Matschhose. Gerade kleinere Kleidungshändler oder Elternbörsen beraten in Fragen von Waldkleidung sehr gut. Empfindliche Kleidungsstücke, wie Häkelkleidchen oder weiße Hemden, sind aber auch in normalen Betreuungseinrichtungen wenig angebracht. Eine Ausnahme mag der Tag sein, an dem der Fotograf für Gruppen- und Portraitaufnahmen in den Kindergarten kommt.

Generell ersparen Sie sich aber Ärger und Enttäuschung, wenn Sie teure Kleidung oder Erbstücke für das Wochenende aufheben. Zu dem Fakt des wilderen Spielens kommt nämlich noch der Umstand hinzu, dass in Kitas ab und an Hosen, Teddys oder Haarreifen verschwinden. Nun mag es vorkommen, dass ihr Kind darauf besteht, seinen Kitakameraden das Lieblingskuscheltier oder die schicke Hose, die Oma geschenkt hat, vorzuführen. In diesem Fall sollten Sie aber darauf hinweisen, dass es darauf achtgeben soll.

 

Sicherheit und Praktikabilität

In den Richtlinien vieler Kitas ist festgelegt, dass Kordeln, Schnüren oder sogar Gürtel aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind. Dies soll die Gefahr von Strangulationen oder abgeschnürten Körperteilen durch ungünstiges Hängenbleiben mit der Kleidung verhindern. Wie streng diese Richtlinien befolgt werden müssen, hängt vom Einzelfall ab.

Prüfen Sie am besten immer selbstständig, inwieweit modische Bändchen, Schnüre und Ähnliches gefährlich werden können. Im Zweifelsfall bevorzugen Sie lieber das schlichtere Kleidungsstück, schließlich geht es im Kindergarten meist weniger um raffinierte Optik als vielmehr um unkomplizierte Spiel- und Lernzeit.

Vor allem bei jüngeren Kindern berührt diese Überlegung auch das Thema Toilettengang. Nicht immer haben Erzieherinnen die nötige Zeit und Geduld, um Latzhosen, schwierige Knöpfe oder klemmende Reißverschlüsse zu öffnen. Am besten sind deshalb Hosen oder Röcke, die Ihr Kind selbst herunter – und wieder hochziehen kann.

Oft sieht man im Kindergarten auch große Mengen von Kindern in Strumpfhosen statt Jeans. Dies sieht nicht unbedingt adrett aus, ist aber sehr bequem und eben im Bad sehr praktisch. Während die Innenräume dann stark geheizt sind, sollte für das Draußenspielen eine Matschhose zum Darüberziehen bereit liegen.