Startseite > Allgemein > Tag der offenen Tür im Kindergarten

Tag der offenen Tür im Kindergarten

Um einen Festtag im Kindergarten mit einem Motto zu gestalten, bietet sich das Cowboy- und Indianerthema an.

Die Indianer und Cowboys sind wohl eines der begehrtesten Themen bei Kindern im Kindergarten- wie auch im Schulalter. Deshalb wäre es doch eine tolle Idee, einmal einen Kindergartentag unter das Motto „Indianer“ zu stellen. Doch hierfür sollten die Erzieher erst einmal wichtige Informationen über das Leben und die Geschichte der Cowboys und Indianer sammeln, um den Geburtstag auch wirklich zu einem Erfolg werden zu lassen.

Was bedeutet Indianer?

Nun, was allen bekannt sein dürfte, ist wohl, dass die Indianer die Ureinwohner Amerikas waren. Nach dessen Entdeckung im Jahre 1492 durch Christopher Kolumbus drangen aber immer mehr Europäer und andere Menschen in das Gebiet der Indianer, also nach Amerika ein. Diese Einwanderer, oft auch Cowboys, die Rinder hüteten,  waren schon bald in der Überzahl und bekämpften die Indianer so viel sie konnten.

Tippi

Das Haus der Indianer: Das Tippi

Fast wäre es aufgrund dieser Kämpfe zur vollständigen Ausrottung der Indianer gekommen. So gab es im Jahre 1870 nur noch etwa 26.000 Indianer in Amerika. Doch Gott sei Dank hörte der Kampf dann auf. Was nun folgte, war die Aufteilung der Indianer in einzelne Reservate. Heute finden sich in Amerika mehr als 260 Reservate, in denen ausschließlich Indianer leben und ihre Anzahl ist wieder auf etwa eine Million gestiegen.

Das „Zusammenpferchen“ dieser freiheitsliebenden Kultur der Indianer ist sicher nicht der richtige Weg, den die Einwanderer in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gewählt haben. Denn durch die Bildung der Reservate wurden ganze Völkerstämme von Ost- nach Westamerika umgesiedelt, so dass diese keine Heimat im eigentlichen Sinne mehr haben. Die heute in den Reservaten lebenden Indianer ernähren sich dabei hauptsächlich vom Fischfang, der Viehzucht und natürlich, wie sollte es auch anders sein, vom Tourismus.

Denn zahlreiche Touristen zeigen ein brennendes Interesse für das „ursprüngliche“ Leben der Indianer. Dass diese aber ursprünglich viel weiter auseinander gelebt haben und die Zusammendrängung in den Reservaten im Laufe der Geschichte keinesfalls mit dem historischen Indianerleben zu tun hat, bedenken dabei die wenigsten.

Was macht ein Cowboy?

Die Cowboys gibt es nach wie vor, sie sind die Hüter der großen Rinderherden, die meist einer alt eingesessenen Familie gehören. Die Wanderungen früherer Jahre werden heute nicht mehr so ausgeprägt vollzogen, der Cowboy arbeitet nun meist auf der Ranch des Eigentümers der Rinder, dort werden Teile der Weiden abgesteckt und die Rinder können im Wechsel dort ihr Gras fressen. Wenn das abgesteckte Gebiet dann keine ausreichende Nahrung mehr bietet, wird der nächste Abschnitt angegangen, so haben die Tiere permanent ausreichend frisches und natürliches Futter.

Wie lebten die Indianer und Cowboys?

Man sollte den Kindern auf einem Kindergarten-Eventtag möglichst viel Wissenswertes über das tatsächliche Leben der Indianer und Cowboys vermitteln. So kann man im Garten Tipis, also die indianischen Zelte aufbauen, bei einem Lagerfeuer Würstchen am Spieß garen und sich die Kinder in bunten Indianerkostümen und als Cowboys verkleiden lassen. Ein paar Federn und etwas Schminke vom letzten Karneval lassen das Outfit noch realistischer erscheinen.

Spiele für den Tag des offenen Kindergartens

Natürlich dürfen auf einem Tag der offenen Tür im Kindergarten auch Spiele nicht fehlen. Vielleicht kann man ein Frage-Antwort-Spiel versuchen, bei dem der Sieger einen Preis, zum Beispiel eine tolle aus Holzperlen gebastelte, indianische Kette, oder einen Cowboyhut erhält. Dabei sollten sich die Fragen nach Möglichkeit auch auf die Indianer und Cowboys beziehen, denn so kann man den Kleinen auch gleich wertvolles Wissen vermitteln.

So könnte eine Frage lauten, warum die Indianer Rothäute genannt werden. Diese Tatsache ist nicht etwa auf eine rötliche Verfärbung der Haut der Indianer zurückzuführen, sondern vielmehr auf deren häufig in Rottönen gehaltene Kriegsbemalung.

Cowboy Spiel

Cowboy schleicht sich an

Bei den Cowboys interessiert sicher was die Sporen anden Cowboystiefeln machen. Hierbei ist es sinnvoll, sich vorab echte Cowboystiefel zu besorgen und den Kids zu erklären, dass der Sporn ein am Reitstiefel befestigtes gebogenes Metallstück mit Dorn oder Rädchen ist. Er wird beim Reiten eingesetzt, um die Schenkelhilfen zu unterstützen.

Der Sporn kann dabei auf zwei verschiedene Arten benutzt werden: Einerseits ist mit dem Sporn eine sehr viel präzisere Signalgebung möglich als mit dem grossflächigen und daher eher diffusen Schenkeldruck.

Bei dieser Anwendungsart dient er also der Verfeinerung des Reitens. Andererseits kann der Sporn bei einer Widersetzlichkeit des Pferdes aber auch als Zwangsmittel eingesetzt werden.

Weiterhin könnte man fragen, woher der Name der Indianer eigentlich stammt. Viele denken auch heute noch, er kommt daher, dass Kolumbus annahm, Indien entdeckt zu haben.

Doch dies entspricht nicht der Wahrheit, vielmehr nannte er die Menschen, die er dort antraf ein „Volk in Gott“, auf Spanisch also „una gentre en dio“ seien. Aus diesem spanischen „en dio“ wurde schnell „indio“. Im englischen verwandte man alsbald „Indians“ woher der heutige deutsche Name für Indianer stammt.

Mit dem Lasso einen kleinen Preis einfangen ist sicher eine der Hauptattraktionen einer solchen Veranstaltung. Hier können die Kinder ihre Geschicklichkeit messen, ohne dass dabei jemand zu schaden kommen kann. Das Lasso als „verlängerte Arm“ des Cowboys, eine Seilschlinge, eigentlich verwendet zum Einfangen von Tieren.

Meist wird dazu ein langes Leder- oder Hanfseil verwendet, mit dem die kleinen Cowboys ihre Künste mit der passenden Wurftechnik zeigen können. Die Öse am Ende des Seils, welche das Bilden einer Wurfschlinge und deren Zuziehen ermöglicht, kann geknotet oder eingeflochten sein.

Fazit:

Solche und viele andere Fragen können Erzieher im Kindergarten und in den Horten nutzen, um den Kindern nicht nur mit einem tollen Spiel am Kindergartentag zu imponieren, sondern ihnen auch noch wichtiges Wissen über diese Menschen zu vermitteln.

Damit sollte eine jede Kindergartenfeier ein großer Erfolg werden, der auch noch lange in Erinnerung für alle Besucher bleiben wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

*